Die Hamburger Sängerin und Produzentin Lyyla releast heute ihr Debütalbum „closer kommt nichts ran“ mit einem Musikvideo zur Doppelsingle „Burn on“ / „Stille schweigt nach“.
„closer kommt nichts ran“ erzählt auf zwölf Songs von Nähe, Distanz und Verletzlichkeit in allen Facetten. Mal behutsam, mal mit dem Kopf durch die Wand zoomt Lyyla in die hintersten Ecken jedes einzelnen Gefühls, um Schicht für Schicht abzutragen. Dabei nimmt sie sowohl zwischenmenschliche Beziehungen als auch introspektive Intimität unter die Lupe und scheut sich trotz lyrischem Rahmen keineswegs, Einblicke in jede noch so tiefsitzende Emotion zu gewähren. Lyyla seziert Gefühle, die man eigentlich lieber beiseite schiebt – eben jene, mit denen man sich erst recht beschäftigen sollte. Mit radikaler Ehrlichkeit wagt sich die Musikerin an die eigenen blinden Flecken und lädt uns gleichzeitig dazu ein, sich bewusst mit dem zu beschäftigen, was Angst macht – aber sich genau deshalb lohnt.
| „Ertränke die Sache und dann / Scheiß auf fragil / Ich zeig mich stabil / Niemand ahnt man / Ich bin auf „Burn on-Fahrbahn““ („Burn on“) |
| „Warum renn ich nicht weg? / Dann hätt ich weniger Gepäck / Doch ich nehme Anlauf / Ich nehm das in Kauf / Ich nehms mit dir auf“ („Stille schweigt nach“) |
Zwei Songs, eine Wunde: „Burn on“ brennt, „Stille schweigt nach“ bleibt. Die beiden Singles erzählen auf unterschiedliche Art und Weise von Ghosting, also dem plötzlichen Kontaktabbruch ohne vorherige Ankündigung – ob laut oder leise, die Schnittmenge ist einschneidender Schmerz, der durch seine vermeintliche Diffusität nur noch schwerer wiegt. Auf dem Doppelrelease verhandelt Lyyla die Spannung zwischen Außen und Innen, zwischen lautem Funktionieren und stillem Zerbrechen. Während „Burn on“ mit moderner Produktion und eingängiger Hook die pochende Sehnsucht nach Nähe in einer zum Scheitern verurteilten Beziehung beschreibt, findet sich Lyyla auf „Stille schweigt nach“ nur mit Klavierbegleitung in einem intimen Setting wieder, in dem die plötzliche Leere hautnah spürbar wird.
Die beiden Singles stehen wie das gesamte Album im Zeichen schonungsloser Konfrontation auf der nie enden wollenden, emotionalen Reise zu sich selbst. Dabei widmet sich Lyyla mit ihrer unverkennbaren, melancholischen Pop-Ästhetik nicht nur den eigenen Gefühlen, sondern auch Beziehungen jeglicher Art – und schlußendlich dem aufblitzenden Hoffnungsschimmer, dass sich all die schmerzhafte Auseinandersetzung eines Tages lohnen wird. Lyyla releast mit „closer kommt nichts ran“ ein Debütalbum, dass man nicht bloß hört, sondern mit jeder Faser seines Körpers spürt.
Hier könnt ihr „closer kommt nichts ran“ auf den Streamingseiten hören.
Das Musikvideo findet ihr im Laufe des Tages auf Lyylas YouTube-Kanal.


