TABY feiert heute nicht nur das Release ihrer EP, sondern auch die erste Veröffentlichung unter geändertem Namen. Taby Pilgrim ist Geschichte – ebenso die einstigen Rap-Wurzeln. „An scharfen Messern lernt man bluten“ zieht uns ab der ersten Sekunde in seinen Bann und besiegelt auf fünf Songs die unlängst enthüllte musikalische Metamorphose der Berliner Ausnahmekünstlerin.
Mit einem vielschichtigen Arrangement aus experimentellem Darkwave, Alternative Elementen und eingängigen Melodien präsentiert TABY in Zusammenarbeit mit Peter Golm (PEAT) und Jonathan Aßheuer (Wholesome Audio) die spektakuläre Geburtsstunde einer neuen Ära. Zwischen zarter Melancholie und wütenden Gitarren finden all die Nuancen ihrer Emotionen ihren Platz und werden von einer mystisch anmutenden visuellen Ästhetik begleitet. Auf düsteren Erzählungen von mythologischen Kreaturen („Minotaurus“), messerscharf skizzierten Momentaufnahmen („Sparta“) und einem versteckten Herz „Unter den Dielen“ gewährt TABY Einblicke in intime Erinnerungen, gnadenlos ehrliche Zugeständnisse sowie längst begrabene (Alp)träume.
Hier könnt ihr die ASMLMB-EP auf Spotify hören.
Außerdem auf Apple Music, Amazon Music und Tidal.
Der Titeltrack wickelt uns mit einem melodischen Gitarreneinstieg und TABYs zart gesungenen Zeilen gleich zu Beginn um den Finger, ähnlich wie die Angst uns immer wieder in die Dunkelheit zu ziehen versucht. Nach einem virtuosen Aufbau entlädt sich die Spannung schlußendlich in der Hook: Dabei droht die mechanisch verzerrte Stimme trotz der vielen Layer immer wieder zu brechen und erzeugt eine Emotionalität, die unter die Haut geht. Die ASMLMB-EP zeichnet TABYs innerste Empfindungen mal behutsam, mal zornig entlang der unzähligen Narben und liefert musikalisch wie lyrisch ein vielschichtiges Meisterwerk.
„An scharfen Messern lernt man bluten /
In weichen Decken lernt man Schlaf /
Du musst mich nicht lange suchen /
Ich bin immer da„

