Queenwho überlässt nichts dem Zufall: „Ich will Money und die Schecks und das große, weite Geld / Ich will Gigs mit VIP und meine Schwarzen Schwestern sehen„. Mit „Ich will“ releast die Bremer Rapperin und Sängerin heute die Auftaktsingle ihrer neuen EP, die sie für 6. November 2026 angekündigt hat. Bereits in den ersten Sekunden des Tracks wickelt uns der melancholische R&B-Beat zusammen mit Queenwhos samtweicher Stimme gekonnt um den Finger. Zeile für Zeile kristallisiert sich immer mehr heraus, was hinter dem vermeintlich oberflächlichem Bedürfnis nach Reichtum verborgen liegt: Der Wunsch nach Sichtbarkeit, Zugehörigkeit und ein tiefsitzender Schmerz. Als Schwarze Frau in der Musikindustrie kämpft Queenwho gegen Windmühlen und packt all ihren Frust und die Wut in ihre Lyrics.
Hier könnt ihr „Ich will“ auf den Streamingseiten hören.
„Nenn‘ mich nicht mehr Queen, sondern nur noch Royalty /
B-b-bin ’ne pink Princess, Geld fließt wie ’ne Lotterie /
Pink ist nicht ’ne Farbe, sondern meine Personality /
Bin nicht schwanger, aber deliver‘ Rap like a Pregnancy“
Queenwho geht es nicht nur um ihre eigene Bühne, sondern um Schwarze Repräsentation auf allen Ebenen der Industrie. Mit ihrer sanften, introvertieren Art weiß sie mit gängigen HipHop-Klischee zu brechen und verkörpert genau die Rapperin, die sie sein will. Queenwho liegt außerdem noch ein anderes Thema sehr am Herzen: Körperliche Gesundheit, die keineswegs selbstverständlich ist und oft mit finanzieller Sicherheit zusammenhängt. Nachdem die charismatische Musikerin erst kürzlich ihren Vater verloren hat, drehen sich ihre Träume auf „Ich will“ auch um Sehnsucht nach der gemeinsam verbrachten Zeit – mit der Zeile an „Dada“ (übersetzt: Papa) in ihrer Muttersprache Twi, schafft sie auf dem Song außerdem Raum für einen weiteren Teil ihrer Identität.

