ALICE DEE und C4R4 haben eine Mission: Kollektive Kreativität statt künstliche Intelligenz. Der gemeinsame Track „Wüste“ erscheint diesen Freitag mit dazugehörigem Lyric-Video und wird zum Soundtrack für den bevorstehenden Kampf. Die beiden Berlin-based MCs lassen sich von Algorithmen längst nicht mehr in die Knie zwingen, sondern setzen auf gegenseitige Inspiration, emotionale Connections und kreative Prozesse. Zusammen wollen sie etwas Neues erschaffen – dabei jedoch keineswegs ihren musikalischen Ursprung vergessen.
ALICE DEE und C4R4 flowen abwechselnd auf einem epischen Instrumental aus Drill-Drums, Jersey-Rhythmen und Oldschool-Samples und skizzieren ein zerstörerisches Bild: Deutschrap nach dem Ende der Welt. Die Landschaft ist ausgedörrt, Autowracks säumen die Straße und ein Pickup kämpft sich durch die Einöde. Die Beiden sind unterwegs wie zwei Outlaws aus einem dystopischen Roadmovie, in dem die Grenzen zwischen Sci-Fi-Albtraum, Endzeit-Western und psychedelischem Trip verschwimmen. Der Schrottplatz spiegelt dabei den musikalischen Anspruch: Aus alten, aus der Mode gekommenen Teilen, etwas Innovatives bauen und sich dabei auf das eigene Handwerk besinnen.
Hier könnt ihr „Wüste“ bereits auf den Streamingseiten hören.
„AI-generierte Artists auf den Straßen /
Jeder Track ein Bootleg, keine Originale /
Tauche aus den Schatten, ziel auf Rap-Attrappen /
Wie Assassines Creed, letzter Partisane“
(C4R4)
„M29 Route zum Stu‘, ich schreibe mein‘ Text da /
Es wird mein bester /
Drama wie Sport /
Eigentlich bin ich ein Wrestler“
(ALICE DEE)
„Wüste“ erscheint mit einem spektakulärem Lyric-Video, für das sich der Rapper C4R4 verantwortlich zeigt: „Für das Musikvideo hab ich meine musikalische Arbeit mit meinem zweiten Handwerk verbunden: Game Art. Dabei habe ich die Software ‚Unreal Engine‘ als virtuelles Filmstudio genutzt und zwei Avatare in einer postapokalyptischen Umgebung platziert. Der Schrottplatz ist dabei mehr als eine Kulisse. Schon als Kind war ich häufig mit meinem Vater auf solchen Plätzen unterwegs, später hab ich selbst Autoteile exportiert, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Mit „Wüste“ kehre ich digital an einen Ort zurück, der meine Geschichte geprägt hat. Diesmal nicht zwischen echtem Schrott und rostigem Metall, sondern in Polygonen. Ein digitales Homecoming in meine eigene Vergangenheit.“


